Erziehung zum absoluten Gehör (nach Prof. Taneda)

In langjähriger Unterrichtspraxis mit Kindern im Vorschulalter konnten der Pianist Naoyuki Taneda und seine Frau Ruth Taneda entdecken, daß das „absolute Hören“ ein erlernbare Fähigkeit ist.

Sie stellten fest, daß die letzte Möglichkeit, das absolute Gehör bei einem normal begabten Kind auszubilden, in der Regel mit viereinhalb Jahren gegeben ist.

Der günstigste Zeitpunkt für den Beginn des Gehörtrainings liegt bei drei- bis dreieinhalb Jahren.

In dem von Tanedas entwickelten Unterrichtsmaterial „Hören und Sehen“ wird auf ganz kindgemäße Weise jedem der 7 zu lernenden „Stammtöne“ der Tonart C-Dur eine eigene Farbe zugeordnet: C ist rot, D ist gelb, ...usw.

Bei solch einer festen Zuordnung von Klaviertaste und Farbe oder besser Tonhöhe und Farbe können die Kinder, je jünger umso sicherer, eine feste Vorstellung vom Klang, das heißt der Höhe, der verschiedenen Töne entwickeln.

Sie können die Töne aber nicht nur nach Gehör erkennen und benennen, sondern auch aktiv aus dem Gedächtnis reproduzieren, z.B. singen oder gezielt am Klavier ansteuern/spielen.

Damit die Kinder motiviert und mit Spaß bei der Sache sind, werden außer dem Klavier mit seinen kleinen farbigen Aufklebern auf den Tasten noch verschiedene weitere „Spiel“-Materialien verwendet: Farbige Bälle, die Lieblings-Plüschtiere, einfache Schlaginstrumente, Papier, Farbstifte u.v.a.m.